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aus: DEWEZET, 05.08.2011

Seefest mit Meerjungfrau

Lauesnstein (gök). Am heutigen Freitag findet im Naturerlebnisbad das Seefest statt - in der Zeit von 18 bis 1 Uhr bietet der Trägerverein den Besuchern wieder ein buntes Programm. "Der Verein ist bemüht, den Besuchern immer wieder etwas Neues zu bieten", sagt Wolfgang Schünemann vom Vorstand des Naturerlebnisbades. Dabei nehmen man in Kauf, das beim Seefest keine großen Gewinne erwirtschaftet werden. Im vergangenen Jahr hatte es einen kleinen Überschuss gegeben, während man in den Vorjahren "immer dazugelegt" habe. Schünemann: "Das Fest ist eher als Werbeaktion denn als Einnahmeaktion zu sehen." Der Eintritt beträgt drei Euro, von denen zwei Euro als Verzehrgutschein herausgegeben werden. Damit der Aufwand für den Verein selbst gering gehalten wird, verlassen sich die Organisatoren bei der Beköstigung der Besucher auf Altbewährtes. So wird das Team des Thermalbad-Restaurants aus Salzhemmendorf um Küchenchef Willi Renn Kulinarisches unter italienischem Motto anbieten. Die Getränkebewirtschaftung übernimmt Felix Rüdrich vom Sportler-Eck. Von 18 bis 20 Uhr wird Diana Schuler Kinderattraktionen anbieten. Zu Gast ist auch eine Meerjungfrau auf Stelzen. Mit zwei weiteren Musikern wird Diana Schuler als "PurAcoustic" ab 20.30 Uhr für musikalische Stimmung sorgen, ehe um 22 Uhr die Gruppe Lichterloh ihre neue Feuershow zeigt. Ab 22.30 Uhr soll dann der regional mittlerweile sehr bekannte "DjC" bis zum Ende für Stimmung sorgen. Minigolf und Schwimmen sind bis 22 Uhr möglich.

 

 

aus: DEWEZET, 01.08.2011

 

 

Bäder in Not: Mieses Wetter, miese Bilanz

Salzhemmendorf (gök). „So schlecht lief es bisher noch nie“: So lautet das ernüchternde Fazit von Walter Kramer, Vorsitzender des Waldbades Osterwald. Gerade 3250 Gäste verloren sich bisher in dem Waldbad im Osterwald. „Glücklicherweise waren unsere Finanzen bisher immer darauf ausgerichtet, dass wir so eine schlechte Saison mal vertragen können“, sagt Kramer. So ist der Verein zumindest finanziell noch nicht an der Existenzgrenze. „In den vergangenen Jahren gab es auch mal regnerische Phasen, aber dann immer nur zeitweise. An so ein schlechtes Wetter wie dieses Jahr kann ich mich nicht erinnern“, sagt der Waldbadvorsitzende.

 

Notwendige Investitionen wie die fortlaufende Beckensanierung im Freibad Wallensen werden dagegen möglicherweise verschoben. Durch die jüngste Poolparty kam zwar etwas Geld in die Kasse des Vereins. Jedoch wird dieses für den laufenden Betrieb benötigt und für die Folgekosten bei der neuen Filteranlage. „Die Installation erfolgte durch einen Fachmann, der natürlich auch Geld kostete“, so Marcus Flügel, Vorsitzender des Trägervereins. „Nicht alle Arbeiten können durch Ehrenamtliche gedeckt werden, manchmal sind einfach Spezialisten erforderlich.“ Bisher wurde nur ein Tag als richtiger normaler Sommertag im Freibad Wallensen angesehen, an dem auch entsprechend Gäste ins Bad kamen. Dies war auch noch ein Montag, wo das Bad eigentlich geschlossen war. Kurzfristig wurden allerdings Badeaufsichten organisiert und das Bad geöffnet. Bisher fanden gerade mal etwa 2000 Gäste den Weg ins Freibad Wallensen.
Und auch im Naturerlebnisbad Lauenstein sind die Zahlen bisher ernüchternd. Wolfgang Schünemann vom Vorstand des Trägervereins: „Bis jetzt haben 3200 Besucher den Weg in das Naturerlebnisbad gefunden. Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres waren es 9000 Besucher. Dadurch fehlen uns jetzt schon geschätzt über 10 000 Euro.“ Erst am Ende der Saison kann Schünemann abschätzen, wie groß die finanziellen Folgen sein werden. Die Masse der Besucher im Naturbad komme vom Naturfreundehaus, dessen Mitarbeiter fast jeden Tag eine Gruppe zum Baden oder Spielen ins Naturbad schicken. Nicht zuletzt dank der Einführung einer Kombikarte mit einem vergünstigten Preis. Neben dem Eintritt ist auch eine Partie Minigolf inklusive. Schon seit Mai laufen die Arbeiten am Badesteg, der dann im September rein durch ehrenamtliche Arbeit fertiggestellt werden soll. Unabhängig von der unsicheren finanziellen Lage wurden noch einige andere Renovierungsarbeiten schon erledigt oder sollen in dieser Saison noch erledigt werden.
 
 
aus. DEWEZET, 26.05.2011
 

Chlorfreies Wasser in Lauenstein

Lauenstein. „ Endlich einmal wieder bei Kaffee und Kuchen in der freien Natur sitzen“, lautete der positive Tenor zahlreicher Gäste, die nach dem langen Winter einen gemütlichen, harmonischen Nachmittag zur Saisoneröffnung am 1. Mai im Naturerlebnisbad erlebten.

Einige mutige Schwimmer wagten sich in das 15 Grad kalte Nass und hatten Freude, sich im chlorfreien Wasser schwimmend bewegen zu können,
Die teilweise renovierte und äußerst gepflegte Anlage mit dem Ithkamm im Hintergrund bietet den Besuchern ein beeindruckendes Naturerlebnis in dem großen Bad. Und die Mitglieder bieten einen neuen Service für ihre Besucher an; Es gelten neue Öffnungszeiten, von montags bis freitags ist das Bad ab 14 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags von 10 Uhr bis 19 Uhr und in den Ferien ebenso, von 10 Uhr bis 19 Uhr. Bei Lufttemperaturen unter 20 Grad Celsius oder Regen bleibt das Bad geschlossen. Die Minigolfanlage ist täglich geöffnet. Die aktuellen Öffnungszeiten sind auch unter 05153/5250 zu erfragen.
 
 
aus: DEWEZET, 18.04.2011
 

Höherer Zuschuss für Naturbad: Es bleibt dabei

 

Lauenstein (gök). Groß war der Aufruhr in den letzten Wochen in den Trägervereinen der Freibäder in der Gemeinde Salzhemmendorf. Anlass gaben die neuen Nutzungsverträge von der Gemeinde mit den Trägervereinen. Der zuständige Fachausschuss hatte vorgeschlagen, dass im begründeten Bedarfsfall der Ansatz für das Lauensteiner Naturerlebnisbad erhöht wird. Der Aufschrei in Osterwald und Wallensen war groß. Jetzt bleibt es aber doch bei den höheren Zahlungen für die Lauensteiner.

Wie berichtet, ist dies notwendig, weil zu wenig ehrenamtliche Arbeit geleistet wird und entsprechend mehr Geld für Arbeiten wie Badeaufsicht oder Reinigung ausgegeben werden muss. In den anderen Freibädern gibt es Systeme, die diese Aufgaben durch ehrenamtliche Leistungen abdecken. Weil die Ausschussmitglieder die Entwicklung der ehrenamtlichen Arbeit abwarten wollten, schlugen die Politiker zunächst einen Nutzungsvertrag für die Dauer eines Jahres vor. Für die Trägervereine aus Osterwald und Wallensen war es nach deren Meinung nun in Zukunft schwierig, Ehrenamtliche zu finden, wenn die Arbeit andernorts mit Geld bezahlt wird. Doch nach Meinung von Gabriele Koch-Heinemeier, Vorsitzende des Trägervereins in Lauenstein, „kann man die Freibäder in den drei Orten nicht miteinander vergleichen. Die Bäder in Osterwald und Wallensen bestehen schon wesentlich länger. Die Bürger haben sich dort vollends mit ihren Freibädern identifiziert und leisten hervorragende ehrenamtliche Arbeit. Das Naturerlebnisbad gibt es aber erst seit zwölf Jahren, und es wird nur sehr wenig von Einheimischen genutzt.“ Zu Beginn gründete sich ein Trägerverein mit über 100 Mitgliedern, von denen sich etwa 25 auch dauerhaft mit Arbeitseinsätzen engagierten. „Die meisten Mitglieder sind einfach nicht mehr in der Lage, zu helfen, weil sie schon im fortgeschrittenen Alter sind“, sagt die Vorsitzende. Mit etwa 30 000 Quadratmetern hat der Verein eine große Fläche zu bewirtschaften. Eine feste Arbeitskraft ist während der Saison angestellt; sie ist täglich mehrere Stunden mit der Arbeit am Regenrationsteich beschäftigt. „Das kann gar nicht von ehrenamtlichen Kräften aufgefangen werden, da hier ein ständiger Wechsel von Arbeitskräften keinen Sinn macht. Auch um die Pumpentechnik kümmert sich ein fester Verantwortlicher, der sich nicht immer wieder in die Technik einarbeiten muss und so auch schnell Fehler findet“, erklärt Ortsbürgermeister Horst Wichmann. Gabriele Koch-Heinemeier bedauert, dass nicht sofort eine DLRG-Gruppe gegründet wurde: „So fehlen uns Badeaufsichten und wir müssen auf benachbarte Vereine und Personen zurückgreifen, die nur gegen Entgelt die Aufsicht übernehmen.“ Ohne die Feuerwehr gäbe es das Bad beispielsweise vermutlich schon nicht mehr. „Das Bad braucht aber noch mehr Unterstützung. Wenn die Lauensteiner Bürger im Bad schon nicht helfen wollen, sollen sie wenigstens dort baden“, appelliert Wichmann. Denn von über 10 000 Badegästen 2010 waren etwa 90 Prozent nicht aus Lauenstein, sondern kamen aus umliegenden Orten oder als Gäste aus dem Naturfreundehaus. Das Naturerlebnisbad hat einen besonderen Wert für die Gemeinde als Tourismusmagnet. Das Geld, das derzeit noch die fehlende ehrenamtliche Arbeit ausgleicht, könnte für bessere Zwecke verwendet werden. Denn in diesem Jahr soll noch der Badesteg saniert werden; allein für diese Maßnahme fallen Materialkosten von bis zu 16 000 Euro an. Im nächsten Jahr steht auch die teure Sanierung des Regenerationsteiches an. Der Nutzungsvertrag mit der Gemeinde wurde jetzt auf zwei Jahre verlängert. Darin enthalten ist ein jährlicher Zuschuss von 26 400 Euro, der bei Bedarf auf 30 800 Euro erhöht werden kann.

 

 

 

 
aus: DEWEZET, 21.03.2011
 

Hat das Naturerlebnisbad noch eine Zukunft?

 

Lauenstein (gök/hen). „Ehrenamtliche Arbeit wird den Mitgliedern des Wallenser Freibades künftig schwer zu vermitteln sein“, glaubt Marcus Flügel als Vorsitzender des Trägervereins aus Wallensen. Anlass ist das Vorhaben, den Betriebskostenzuschuss für das Lauensteiner Naturerlebnisbad um bis zu 8800 Euro erhöhen. So hat es der Ausschuss für Schulen, Jugend, Senioren, Sport und Soziales als Beschlussempfehlung an den Rat abgenickt, und auch im Finanzausschuss wurde das Thema im Rahmen der Haushaltsberatungen angesprochen.

Mit dem neuerlichen Zuschuss kommt das Lauensteiner Bad auf einen maximalen Zuschuss von 28 800 Euro; Osterwald erhält 17 000 und Wallensen 15 000 Euro. Zusätzlich bekommt jedes Bad noch einen Zuschuss für größeren Erhaltungsaufwand in Höhe von 2000 Euro. Ohne die Zahlungen wäre das Naturbad in seiner Existenz gefährdet, verdeutlicht Uwe Koch vom Vorstand. Die höheren Zuschüsse würden genau die Lücke schließen, die in den letzten Jahren offen blieb.

 

Im vergangenen Jahr hatte das Naturerlebnisbad aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten bereits 25 000 statt 20 000 Euro Zuschuss erhalten – das sollte eigentlich eine einmalige Zahlung bleiben. Der Ausschuss fasste zwar den Beschluss, dass weiterhin nur 22 000 Euro – inklusive des Zuschusses für Erhaltungsaufwand – gezahlt werden, allerdings stellt die Gemeinde im begründeten Bedarfsfall einen Ausgleichsbetrag zur Defizitdeckung in Höhe von 8800 Euro zur Verfügung. In der Vergangenheit wurde dazu ein Nutzungsvertrag über fünf Jahre von 2006 bis 2010 abgeschlossen. Nun soll der Vertrag zunächst für ein Jahr verlängert werden, um die Entwicklung der Unterstützung in den Orten abzuwarten. „Dabei hatten wir natürlich auch im Hinterkopf, dass der Vorstand in Lauen-stein auch seine Suche nach ehrenamtlichen Unterstützern verstärkt und hier positive Entwicklungen folgen“, so der Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Grießner. „Gerade im Hinblick auf die finanziellen Belastungen der Gemeinde würde die kommunale Finanzaufsicht drei Freibäder und ein Hallenbad im Flecken wohl kritisch sehen.“

 

Hintergrund ist, dass die ehrenamtliche Bereitschaft in Lauenstein nach Ansicht des Vorstands vom Trägerverein um die Vorsitzende Gabriele Koch-Heinemeier sehr zu wünschen lässt. So fanden sich in Lauenstein lediglich einige Badeaufsichten zusammen, die gegen ein geringes Entgelt oder ehrenamtlich die Badeaufsicht übernahmen. „Spätestens bei der Neugründung als Naturerlebnisbad hätten wir einen DLRG-Ortsverband gründen sollen, leider wurde das versäumt“, so Wolfgang Schünemann. In Osterwald übernimmt die DLRG-Ortsgruppe die örtliche Badeaufsicht. In Wallensen installierte der Trägerverein seit seiner Gründung jeweils Verantwortliche, die sich um die Werbung von Badeaufsichten kümmern sollten. Dazu finanziert der Verein die Ausbildung zur Badeaufsicht in Zusammenarbeit mit den benachbarten DLRG-Ortsgruppen. Wenn sich eine Familie der Verantwortung als Badeaufsicht nicht stellen will, beteiligt sie sich auf andere Art an der ehrenamtlichen Arbeit im Verein. So gibt es beispielsweise mittlerweile genau so viele Kräfte im Putzdienst wie als Badeaufsicht. Marcus Flügel sieht sich nun natürlich in Erklärungsnot, „wenn in anderen Orten die Gemeinde das fehlende ehrenamtliche Engagement mit höheren Zuschüssen belohnt“. Walter Kramer, Vorsitzender des Trägervereins Waldbad Osterwald, bedauert ebenfalls das fehlende Engagement der Lauensteiner in ihrem Bad.

 

 

 

Naturerlebnisbad Lauenstein e.V.  | info@naturerlebnisbad-lauenstein.de